Unser Grundsatz: Erst konservativ
Eine Operation ist selten die einzige und fast nie die erste Option. Bei den meisten orthopädischen Beschwerden gibt es wirksame nicht-operative Behandlungsverfahren — die oft unterschätzt werden. In unserer Praxis gehört das konservative Spektrum zum Kern unserer Arbeit, nicht zum Beiwerk.
Wir kombinieren klassische Orthopädie mit etablierten Verfahren aus Schmerztherapie, Komplementärmedizin und manueller Medizin. So entstehen individuelle Therapieketten, die Symptome lindern und die Ursache adressieren.
Akupunktur
Nach den Grundsätzen der traditionellen chinesischen Medizin eingesetzt, mit nadelgenauer westlich-medizinischer Indikation. Besonders bewährt bei:
- Chronischen Kreuz- und Nackenschmerzen (GKV-erstattungsfähig)
- Kniegelenksarthrose
- Tennisellenbogen und Schulter-Syndromen
- Migräne und Spannungskopfschmerz
Eine Serie umfasst meist 10–15 Sitzungen. Die Wirkung tritt häufig nach 4–6 Sitzungen ein.
Osteopathie & Chirotherapie
In der Osteopathie behandeln wir den Körper als funktionelle Einheit — Gelenke, Muskulatur, Faszien, viszerale Strukturen und Bindegewebe stehen in Wechselwirkung. Mit manuellen Techniken lösen wir Bewegungseinschränkungen, Verklebungen und reflektorische Verspannungen.
Die Chirotherapie (manuelle Medizin) ergänzt das Spektrum: Mit kurzen, präzisen Impulsen werden blockierte Gelenke mobilisiert — besonders an Wirbelsäule, ISG und Rippen. Sicher, wenn sie von erfahrener Hand und nach präziser Diagnostik durchgeführt wird.
Stoßwellentherapie (ESWT)
Die fokussierte extrakorporale Stoßwellen-Therapie ist eine der am besten wissenschaftlich untersuchten konservativen Methoden. Energie-Impulse regen Durchblutung und Gewebe-Regeneration gezielt an. Indikationen:
- Fersensporn und Plantarfasziitis (Heilungsrate 70–80 %)
- Tennis- und Golferellenbogen
- Kalkschulter (Tendinosis calcarea)
- Achillessehnen-Reizung
- Pseudarthrose (Knochenbruch-Heilungsstörung)
Üblich sind 3–5 Sitzungen im Abstand von 1 Woche. Nebenwirkungen sind selten und harmlos: leichte lokale Rötung, selten ein Hämatom.
Gezielte Infiltrationen
Bei lokalisierten Schmerzen kann eine gezielte Spritze mit Lokalanästhetikum, ggf. kombiniert mit Kortison oder Hyaluronsäure, schnell und wirkungsvoll helfen.
- Hyaluronsäure-Injektionen bei Knie- oder Daumensattelgelenks-Arthrose
- Kortison-Injektionen bei akuten Reizungen (Ellenbogen, Schulter)
- Triggerpunkt-Injektionen bei myofaszialen Schmerzsyndromen
- Facetten-Infiltrationen bei degenerativen Wirbel-Gelenkschmerzen
- Periradikuläre Therapie (PRT) bei nervenwurzelreizenden Bandscheiben-Veränderungen
Welche Therapie passt zu mir?
Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Nach Ihrer Anamnese, körperlicher Untersuchung und — wenn nötig — Bildgebung erstellen wir einen individuellen Therapieplan. Oft kombinieren wir Verfahren, z.B. Stoßwelle mit Physiotherapie oder Akupunktur mit manueller Therapie. Ziel ist immer: wenig Nebenwirkungen, gute Wirkung, stabile Ergebnisse.
Kostenübernahme
Einige Verfahren sind reguläre GKV-Leistungen (z.B. Akupunktur bei chronischen Kreuzschmerzen, PRT mit Kortison, Infiltrationen bei klarer Indikation). Andere — Stoßwelle, bestimmte Hyaluronsäure-Präparate, osteopathische Sitzungen — werden häufig als Selbstzahler- oder IGeL-Leistungen angeboten. Viele private Krankenversicherungen und Zusatzversicherungen erstatten diese jedoch.
Wir klären das vor jeder Behandlung transparent — keine Überraschungen auf der Rechnung.
Welche konservative Therapie passt zu Ihnen?
Lassen Sie uns in Ruhe schauen, was bei Ihrer Diagnose am besten hilft — mit möglichst wenig Nebenwirkungen und nachhaltigem Effekt.
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